Handel mit Großbritannien

Wie der Brexit Exporteure trifft

Schon seit Beginn der Brexit-Debatte gehen deutsche Exporte nach Großbritannien zurück. Zollformalitäten erschweren den Handel seit Jahresbeginn zusätzlich – wie das Beispiel Saarland zeigt.

Von Karin Mayer, SR

Die Alu-Gießerei Nemak in Dillingen/Saar hat ein Kunststück geschafft. Während bundesweit die Exporte nach Großbritannien schrumpfen, ist bei ihr der Anteil des Großbritannien-Geschäfts gestiegen. Jeder fünfte Motorblock wird ins Vereinigte Königreich geliefert. Werksleiter Marc Speicher sagt trotzdem: Wir hatten uns mehr erwartet. Die Produktionsmenge sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Ob das mit dem Brexit zu tun hat oder mit sinkenden Auto-Käufen in der EU und der Abkehr vom Verbrennungsmotor? Fakt ist: Die Zollvorschriften machen das Geschäft komplizierter, bestätigt Werksleiter Speicher. Ob es gelinge, die zusätzlichen Kosten weiterzugeben, sei unklar. Wichtig für ihn: Verzögerungen in der Lieferkette durch Wartezeiten an der Grenze gab es bisher nicht.

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