Vorteil mit Tarifvertrag | Auch viele der 7.500 Minijobber haben Anspruch

Vorteil mit Tarifvertrag | Auch viele der 7.500 Minijobber haben Anspruch
NGG empfiehlt Beschäftigten im Kreis Erding einen Weihnachtsgeld-Check

Extra-Euros zum Jahresende: Arbeitnehmer im Landkreis Erding, die noch kein
Weihnachtsgeld bekommen haben, sollen prüfen, ob sie Anspruch auf die Sonderzahlung
haben. Dazu rät die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Insbesondere für die 7.500 Menschen, die kreisweit lediglich einen Minijob haben, lohne sich ein genauer Check.

„Wenn der Chef seinen Mitarbeitern ein Weihnachtsgeld zahlt, dann haben auch die
Minijobber im selben Unternehmen Anspruch auf die Extra-Zahlung“, erklärt Georg Schneider, Geschäftsführer der NGG Rosenheim-Oberbayern. Die Höhe des Weihnachtsgeldes richte sich nach der jeweiligen Arbeitszeit.

Nach Einschätzung der Gewerkschaft gehen Beschäftigte in Branchen wie dem Gastgewerbe oder dem Fleischer- und Bäckerhandwerk allerdings häufig leer aus. „Es gibt immer wieder Chefs, die die Überweisung zum Jahresende gern mal vergessen.“ Auch Auszubildende würden häufig um das Weihnachtsgeld gebracht – gerade dort, wo es keinen Betriebsrat gebe. Im Zweifelsfall lohne sich ein Anruf bei der zuständigen Gewerkschaft, rät Schneider.

Ob Beschäftigten ein Weihnachtsgeld zusteht, ist im Tarif- oder Arbeitsvertrag geregelt. Einen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht. Unter den Mitarbeitern, in deren Betrieb ein Tarifvertrag gilt, erhalten im Schnitt 77 Prozent ein Weihnachtsgeld. Das hat eine Umfrage der HansBöckler-Stiftung ergeben. Ist der Arbeitgeber nicht tarifgebunden, können nur 44 Prozent der Beschäftigten mit einer Sonderzahlung rechnen. Das Weihnachtsgeld wird in der Regel mit der November-Abrechnung überwiesen.
Hilfe zum eigenen Lohn- oder Gehaltscheck sowie eine Datenbank mit Tarifverträgen finden Beschäftigte im Netz unter: www.lohnspiegel.de